Blog · · Von Rickard Eriksson
Wirst du durch KI ersetzt?
Forscher haben Hunderte Berufe danach eingestuft, wie stark sie durch KI gefährdet sind. Versicherungsmathematiker und Budgetanalysten stehen ganz oben, Tänzer ganz unten. Aber die Liste beantwortet die falsche Frage, die richtige entscheidet sich nicht am Beruf, sondern am Arbeitsplatz.
Es gibt eine Forscherliste, die man schwer wieder weglegen kann, wenn man einmal angefangen hat. Amerikanische Ökonomen haben Hunderte Berufe durchforstet und jedem ein Maß dafür gegeben, wie stark er durch KI betroffen ist, also wie viel von den Aufgaben die Technik im Prinzip übernehmen könnte. Das Maß heißt AIOE, und die Liste ist eine Achterbahnfahrt fürs Selbstbewusstsein.
Ganz oben: Versicherungsmathematiker, Budgetanalysten, Einkäufer, also Menschen, die analysieren, berechnen und für andere formulieren. Ganz unten, mit großem Abstand: Tänzer und Aerobic-Trainer. Die Technik, die in Sekunden Vertragsentwürfe schreibt, schafft es immer noch nicht, einen einzigen Liegestütz zu machen.
Wenn du das hier im Büro liest, hast du wahrscheinlich schon deinen eigenen Beruf gesucht und ein kleines Frösteln gespürt. Das liegt an der Liste, denn sie beantwortet die falsche Frage.
Betroffen heißt nicht ersetzt
Dass ein Beruf betroffen ist, bedeutet nur, dass KI Teile der Aufgaben übernehmen könnte, nicht, dass jemand beschlossen hat, sie stattdessen einzusetzen. Zwischen diesen beiden Punkten liegt alles, was wirklich entscheidet: wer das Werkzeug in der Hand hält, wer für das Ergebnis verantwortlich ist und ob der Arbeitgeber die Technik sinnvoll einsetzt oder einfach laufen lässt.
Schauen wir uns den Versicherungsmathematiker an, der ganz oben auf der Liste steht. In einem Unternehmen wird sie zur Person, die KI eine Woche Berechnungsgrundlagen an einem Vormittag erledigen lässt und den Rest der Zeit für die Bewertungen nutzt, die ihre zwanzig Jahre Erfahrung brauchen. In einem anderen Unternehmen macht KI dieselben Berechnungen heimlich, in irgendeinem privaten Account, bis eines Tages eine Führungskraft fragt, wozu die Abteilung eigentlich noch da ist. Gleicher Beruf, gleiche Betroffenheit, zwei völlig unterschiedliche Ausgänge. Der Unterschied lag nie in der Listenplatzierung. Er lag am Arbeitsplatz.
Es sind die Arbeitsplätze, die entscheiden, nicht die Berufe
Deshalb reden wir bei EuroWork lieber über Sichtbarkeit als über Technik. Wenn KI-Arbeit offen stattfindet, passiert nämlich etwas, das die Liste nicht messen kann: Jede KI-Antwort ist als KI-Antwort gekennzeichnet, sodass man sieht, was die Maschine gemacht hat und was der Mensch, und Letzteres ist das, was über das Gehalt verhandelt. Was ein KI-Agent erledigt, hinterlässt einen Beleg und wartet auf die Freigabe durch einen Menschen, sodass die Verantwortung, und damit der Wert, bei dem bleibt, der sie genehmigt. Die Kosten stehen neben jeder Antwort, sodass eine Führungskraft sieht, was die Technik fürs Geld leistet, statt zu raten, was sie mit der Belegschaft anstellt.
Wer so arbeitet, ist nicht die Person, die mit der Maschine verglichen wird. Sie ist die Person, die sie steuert, und dieser Beruf steht auf keiner Aussterbeliste.
Die Antwort auf die Frage in der Überschrift
Wirst du durch KI ersetzt? Falsche Frage, an die falsche Person gerichtet. Die richtige Frage geht an deinen Arbeitgeber: Werdet ihr die KI-Arbeit sichtbar und verantwortungsvoll gestalten, sodass sie eure Mitarbeiter stärkt? Oder lasst ihr sie heimlich laufen, bis niemand mehr weiß, wer was konnte?
Eure Mitarbeiter nutzen schon jetzt KI, auch die stark betroffenen, vielleicht sogar besonders die. Wisst ihr, was sie mit ihr teilen?
Die Quelle
Das Betroffenheitsmaß AIOE stammt aus dem Forschungsartikel Occupational Heterogeneity in Exposure to Generative AI von Felten, Raj und Seamans.

Rickard Eriksson
1996 schuf Rickard Eriksson das, was LunarStorm wurde, das erste soziale Medium der Welt, und hat seitdem Menschen aus über 7.000 Unternehmen und öffentlichen Organisationen in KI geschult. Heute leitet er EuroWork.
Mehr über Rickard Eriksson lesen →Dieser Text wurde von einer KI aus dem Schwedischen ins Deutsch übersetzt.
Deine Mitarbeiter nutzen schon jetzt KI, oft in privaten Accounts, wo niemand sieht, was da reinkopiert wird. Mit EuroWork bekommst du dieselbe KI-Hilfe an einem Ort, an dem du die Kontrolle hast: sensible Daten werden abgefangen, bevor sie rausgehen, die Verarbeitung bleibt in der EU, jede Antwort zeigt dir den Preis an und die Geschäftsführung legt die Regeln fest.
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