Blog · · Von Rickard Eriksson
Die Ketchupflasche ist durchgeschüttelt. Gleich kommt alles auf einmal
Die KI-Umstellung wirkt langsam, bis sie es plötzlich nicht mehr ist. Prognostiker sprechen von Jahren, aber Ketchupflaschen funktionieren nicht so. Und wer darauf wartet, dass die Politik aufholt, hat den falschen Warteraum gewählt.
Jeder, der schon mal eine Glasflasche Ketchup in der Hand hatte, kennt das: Man schüttelt, klopft, dreht und wendet sie. Nichts passiert. Man schüttelt nochmal. Immer noch nichts. Und dann, ohne Vorwarnung, kommt alles auf einmal.
Die KI-Umstellung im Arbeitsleben verhält sich genauso. Jahrelang hörte es sich an, als läge sie noch in weiter Ferne, und plötzlich liegt sie auf dem Teller, alles auf einmal. Die Flasche ist jetzt durchgeschüttelt. Das Rote fließt schwer zur Öffnung.
Was die Prognostiker eigentlich sagen
Microsofts KI-Chef hat gesagt, dass KI in ein paar Jahren große Teile der normalen Büroarbeit übernehmen wird, nicht erst in einer Generation. Der CEO von Anthropic, also einer der Firmen, die diese Technologie bauen, schätzt, dass die Hälfte aller Einstiegsjobs für Berufsanfänger in fünf Jahren verschwinden könnte. Und die Handelsbanken rechnet damit, dass fast jeder zehnte Job in Schweden in zehn Jahren wegfallen könnte.
Man muss nicht jede einzelne Zahl glauben. Der Punkt ist: Diejenigen, die der Flasche am nächsten stehen, rufen am lautesten, dass sie sich gleich leeren wird.
Der falsche Warteraum
Eigentlich wäre es naheliegend, dass sich die Gesellschaft vorbereitet: groß angelegte Umschulungen, soziale Sicherungssysteme, die für schnelle Veränderungen gemacht sind. Einige Länder tun das, Singapur und Südkorea investieren stark in die Weiterbildung ihrer Arbeitskräfte. Aber in weiten Teilen Europas ist es auffallend still, und dafür gibt es einen strukturellen Grund: Politik läuft in Legislaturperioden. Eine unangenehme und teure Entscheidung heute, deren Nutzen erst in zehn Jahren sichtbar wird, bringt selten Stimmen bei der nächsten Wahl. Das ist keine Böswilligkeit, das ist einfach, wie die Uhr tickt. Vier Jahre am Stück schaffen keinen Wandel, der in Jahrzehnten gemessen wird und in Monaten ankommt.
Die Schlussfolgerung für alle, die ein Unternehmen oder eine öffentliche Einrichtung leiten, ist unangenehm, aber einfach: Die Hilfe kommt nicht rechtzeitig. Die Umstellung wird dort passieren, wo sie immer tatsächlich passiert, am Arbeitsplatz, eine Organisation nach der anderen.
Was ein Arbeitsplatz tun kann, während andere warten
Das klingt groß, aber es besteht aus zwei machbaren Teilen.
Der erste ist, den Einsatz von KI zu etwas Gemeinsamem und Sichtbarem zu machen, statt aus hundert privaten Experimenten zu bestehen. Dafür muss niemand auf irgendjemanden warten: In EuroWork steht der Kostenpunkt neben jeder Antwort, während die Arbeit läuft, jede KI-Antwort ist als KI-Antwort gekennzeichnet, wie es die EU-KI-Verordnung verlangt, und was ein KI-Agent tut, hinterlässt einen Beleg und wartet auf die Freigabe durch einen Menschen. Was sichtbar ist, lässt sich steuern. Was unsichtbar bleibt, kann man nur hoffen.
Der zweite Teil ist das Lernen, und hier muss man es klar sagen: Wer auf ein nationales Umschulungsprogramm wartet, wartet lange. Aber Lernen muss kein Programm sein. In EuroWork ist es in den Arbeitsalltag eingebaut: ein Einstiegskurs, der zeigt, was die Technik gut und weniger gut kann, und ein Schulungsassistent, der immer im Menü verfügbar ist und Fragen zu KI beantwortet, ohne jemals die Augen zu verdrehen. Wer um neun Uhr an einem Dienstag eine dumme Frage hat, bekommt um neun Uhr an einem Dienstag eine Antwort, nicht erst an einem Kurstag im November. So entsteht Gewohnheit, und Gewohnheit ist das Einzige, was hilft, wenn sich die Flasche leert.
Vor Donnerstag
In der ursprünglichen Version dieses Textes, die sich an Politiker richtete, endete ich mit dem Appell, jetzt aufzuwachen, am besten noch vor Donnerstag nächster Woche. Die Politiker haben sich immer noch nicht gemeldet.
Aber du, der eine Organisation leitet, brauchst ihren Wecker nicht. Die Flasche kümmert sich nicht um Legislaturperioden. Wer heute schon beantworten kann, wofür die KI eingesetzt wird, was sie kostet und wer die Sache genehmigt hat, der kommt auch mit dem Tag klar, an dem alles auf einmal kommt.
Eure Mitarbeiter nutzen schon KI. Wisst ihr, was sie mit ihr teilen?

Rickard Eriksson
1996 schuf Rickard Eriksson das, was LunarStorm wurde, das erste soziale Medium der Welt, und hat seitdem Menschen aus über 7.000 Unternehmen und öffentlichen Organisationen in KI geschult. Heute leitet er EuroWork.
Mehr über Rickard Eriksson lesen →Dieser Text wurde von einer KI aus dem Schwedischen ins Deutsch übersetzt.
Deine Mitarbeiter nutzen schon jetzt KI, oft in privaten Accounts, wo niemand sieht, was da reinkopiert wird. Mit EuroWork bekommst du dieselbe KI-Hilfe an einem Ort, an dem du die Kontrolle hast: sensible Daten werden abgefangen, bevor sie rausgehen, die Verarbeitung bleibt in der EU, jede Antwort zeigt dir den Preis an und die Geschäftsführung legt die Regeln fest.
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