Blog · · Von Rickard Eriksson
Danke, aber nein danke, USA
Die Frage, wer die Kontrolle über Ihre Daten hat, ist vom Flur der IT-Abteilung in den Sitzungssaal gewandert. Es ist nicht antiamerikanisch, darauf eine Antwort haben zu wollen. Es ist Risikomanagement.
Jahrelang wurden die digitalen Werkzeuge eines Unternehmens nach zwei Fragen ausgewählt: Welches ist das beste, und was kostet es. Vernünftige Fragen. Doch in den letzten Jahren hat sich eine dritte Frage in den Raum gedrängt, und sie wird nicht mehr von der IT-Abteilung gestellt, sondern vom Vorstand: Wer hat eigentlich die Kontrolle über unsere Daten und unsere Systeme?
Die Antwort darauf ist für die meisten europäischen Unternehmen unangenehm. Die Kontrolle liegt größtenteils bei Anbietern, die den Gesetzen eines anderen Landes unterliegen.
Von bester Funktion zu bester Kontrolle
Was die Rechnung verändert hat, ist nicht die Technik, sondern die Juristerei. US-amerikanisches Recht kann US-amerikanische Unternehmen dazu verpflichten, Daten herauszugeben, die sie verarbeiten, selbst wenn die Server in Europa stehen. Gleichzeitig verlangen die EU-Datenschutzregeln, dass genau diese Daten geschützt werden. Ein europäisches Unternehmen mit sensiblen Daten bei einem US-amerikanischen Cloud-Riesen steht also mit einem Bein in jedem Regelwerk, und die Beine ziehen in unterschiedliche Richtungen.
Wenn man dazu noch die handelspolitischen Wendungen des letzten Jahres bedenkt, in denen digitale Dienstleistungen zu Verhandlungsmasse geworden sind, schreibt sich die Schlussfolgerung von selbst: Jurisdiktion, Steuerbarkeit und strategische Abhängigkeit gehören heute in dieselbe Spalte wie Preis und Funktion, wenn es um die Auswahl von Werkzeugen geht.
Das ist nicht antiamerikanisch, genauso wenig wie eine Brandversicherung ein Misstrauen gegenüber dem eigenen Haus ist. Digitale Souveränität ist dasselbe wie Robustheit: die Fähigkeit, auch dann zu liefern, wenn sich die Rahmenbedingungen ändern. Behaltet die Partnerschaften bei, aber sorgt dafür, dass das Wichtigste auf eigenen Beinen steht.
Die KI-Frage ist dieselbe Frage, nur größer
Gerade wiederholen viele Unternehmen die Fehler der Cloud-Reise, nur mit KI und in höherem Tempo. Mitarbeiter fügen Kundendaten, Personalangelegenheiten und Vertragsentwürfe in KI-Dienste ein, die anderen Gesetzen unterliegen, weil die Dienste gut und kostenlos sind und weil niemand eine Alternative angeboten hat. Jedes Einfügen ist eine kleine Entscheidung über die Jurisdiktion, die niemand in der Führungsebene getroffen hat.
Genau diese Frage haben wir mit EuroWork beantworten wollen. Die gesamte Verarbeitung findet innerhalb der EU statt: Sowohl die Datenbank als auch die Anwendung laufen in Frankfurt, in derselben Rechenzentrumsregion, und das ist offen in der Dienstleistung deklariert, nicht in einem Anhang, den man erst suchen muss. Jede KI-Antwort ist als KI-Antwort gekennzeichnet, wie es die EU-KI-Verordnung verlangt. Die Kosten sind neben der Antwort sichtbar, während die Arbeit läuft. Und was ihr erstellt, gehört euch: Dokumente und Protokolle lassen sich in offenen Formaten herunterladen, damit ein Exit-Plan existiert, bevor man ihn braucht, und nicht erst im Nachhinein im Affekt geschrieben wird.
Was du als Führungskraft schon jetzt tun kannst
Drei Dinge, keines davon erfordert einen Beraterbericht.
Erfasse, wo eure sensibelsten Daten heute tatsächlich landen, einschließlich der KI-Tools, die Mitarbeiter selbst ausgewählt haben. Das ist der unangenehmste und nützlichste Teil der Bestandsaufnahme.
Stell die Jurisdiktionsfrage bei jeder neuen Technologieentscheidung, neben Preis und Funktion: Unter welchen Landesgesetzen steht das, und können wir da wieder raus?
Und biete den Mitarbeitern eine bessere Alternative an, statt ein Verbot auszusprechen. Verbote gegen gute Werkzeuge verlieren immer gegen den Arbeitsalltag. Ein genauso gutes Werkzeug, das sich außerdem verantworten lässt, gewinnt.
Deine Mitarbeiter nutzen bereits KI. Die Frage ist, unter welchen Landesgesetzen, und das sollte keine Vermutung sein.

Rickard Eriksson
1996 schuf Rickard Eriksson das, was LunarStorm wurde, das erste soziale Medium der Welt, und hat seitdem Menschen aus über 7.000 Unternehmen und öffentlichen Organisationen in KI geschult. Heute leitet er EuroWork.
Mehr über Rickard Eriksson lesen →Dieser Text wurde von einer KI aus dem Schwedischen ins Deutsch übersetzt.
Deine Mitarbeiter nutzen schon jetzt KI, oft in privaten Accounts, wo niemand sieht, was da reinkopiert wird. Mit EuroWork bekommst du dieselbe KI-Hilfe an einem Ort, an dem du die Kontrolle hast: sensible Daten werden abgefangen, bevor sie rausgehen, die Verarbeitung bleibt in der EU, jede Antwort zeigt dir den Preis an und die Geschäftsführung legt die Regeln fest.
Erfahren Sie, wie EuroWork funktioniert →