Blog · · Von Rickard Eriksson
Clippy ist zurück, und diesmal lässt er sich nicht abschalten
Das fröhliche Büroklammermännchen aus den Neunzigern wurde 2007 unter allgemeinem Jubel begraben. Jetzt ist sein Nachfolger fest ins Betriebssystem eingebaut, mit eigener Taste auf der Tastatur. Hier steckt eine Lehre über den Unterschied zwischen KI, die man sich aussucht, und KI, die man einfach bekommt.
Erinnerst du dich an Clippy? Das fröhliche Büroklammermännchen, das in der Ecke von Word auftauchte, mit den Augenbrauen wackelte und fragte, ob du vielleicht einen Brief schreibst. Die ganze Welt antwortete mit Nein, Microsoft hörte schließlich zu, und 2007 wurde er unter etwas beerdigt, das einer Volksfeier glich.
Jetzt ist er zurück. Größer und festgeschraubt.
Eine ganz eigene Taste
Sein heutiger Nachfolger heißt Copilot, und er wohnt nicht mehr in der Ecke eines Programms. Er ist direkt in Windows eingebaut, und neue Tastaturen kommen mit einer eigenen Copilot-Taste, der ersten neuen Taste seit Jahrzehnten. Clippy hatte wenigstens den Anstand, sich mit einem Klick abschalten zu lassen. Copilot ist Teil der Einrichtung.
Und dabei wird es wohl nicht bleiben. Gerüchte über das nächste Windows beschreiben KI als zentrales Nervensystem des Systems, nicht mehr eine Funktion des Computers, sondern die Art, wie der Computer funktioniert. Gleichzeitig weigern sich Hunderte Millionen Nutzer hartnäckig, das alte Windows 10 zu verlassen, obwohl der Support längst eingestellt wurde. Das ist bemerkenswert: Menschen entscheiden sich für ein System ohne Sicherheitsupdates, statt für eines, das sich fest vorgenommen hat, ihnen zu helfen.
Es geht nicht um KI, der die Leute eine Absage erteilen
Hier liegt es nahe, die falsche Schlussfolgerung zu ziehen. Der Widerstand hat nichts damit zu tun, dass Menschen KI ablehnen. Dieselben Personen, die sich weigern, Windows zu aktualisieren, kopieren mittags fröhlich Texte in einen KI-Chat und lassen ihn eine E-Mail aufpolieren. Die Nutzung von KI am Arbeitsplatz wächst rasant, das zeigt jede durchgeführte Studie.
Was die Leute ablehnen, ist etwas anderes: nicht gefragt zu werden. Ein Assistent, den man selbst öffnet, ist ein Dienst. Ein Assistent, der schon in der Wand sitzt, wenn man zur Arbeit kommt, wirft Fragen auf, Überwachung, Kosten, und vor allem: Wer hat das eigentlich entschieden? Egal wie gut er ist.
Clippy fragte wenigstens, ob er helfen darf. Das war das Einzige, was er richtig gemacht hat.
KI, die man sich aussucht
Als wir EuroWork entwickelt haben, saß dieser Unterschied von Anfang an mit im Raum, so etwas wie ein warnendes Büroklammermännchen in der Ecke.
Deshalb wartet unsere KI, bis jemand sie fragt. Der Schreibtisch, den man morgens vorfindet, zeigt, was seit gestern passiert ist, so, dass man es auf einen Blick erfassen kann. Dann ist Ruhe: nichts springt auf, nichts drängelt, niemand hat beschlossen, dass du jetzt Hilfe brauchst. Wenn jemand die KI nutzt, steht der Preis neben der Antwort, während die Arbeit läuft, in Euro und Cent. Jede KI-Antwort ist als solche gekennzeichnet, das verlangt die EU-KI-Verordnung seit August. Und wenn ein KI-Agent etwas für eine Kollegin oder einen Kollegen erledigen soll, zeigt er zuerst seinen Plan und wartet auf Genehmigung. Denn was verschickt wird, soll einen menschlichen Namen und Verantwortung dahinter haben, nicht den einer Büroklammer.
Es ist dieselbe Technik wie bei den eingebauten Assistenten der Betriebssysteme, oft dieselben zugrundeliegenden Modelle. Der Unterschied liegt darin, wer die Wahl in der Hand hat: Ihr entscheidet, sie zu öffnen, ihr seht, was sie kostet, und ihr könnt erklären, was sie mit euren Informationen macht, weil sie innerhalb der EU verarbeitet werden und nichts heimlich gespeichert wird.
Die Lehre vom Büroklammermännchen
Clippy starb nicht, weil die Technik schlecht war. Er starb, weil er nicht unterscheiden konnte zwischen Hilfe anbieten und sich aufdrängen. Jetzt wird sein Nachfolger in den Boden und die Wände unserer Arbeitsplätze eingebaut, und die Frage für jede Führungsebene ist nicht, ob die Mitarbeitenden KI nutzen sollen, diese Frage haben die Mitarbeitenden längst selbst beantwortet.
Die Frage ist, ob eure KI etwas ist, das ihr euch ausgesucht habt, mit Rechnung und Verantwortung, oder etwas, das einfach zum Haus gehört.
Eure Mitarbeitenden nutzen bereits KI. Wisst ihr, was sie mit ihr teilen?

Rickard Eriksson
1996 schuf Rickard Eriksson das, was LunarStorm wurde, das erste soziale Medium der Welt, und hat seitdem Menschen aus über 7.000 Unternehmen und öffentlichen Organisationen in KI geschult. Heute leitet er EuroWork.
Mehr über Rickard Eriksson lesen →Dieser Text wurde von einer KI aus dem Schwedischen ins Deutsch übersetzt.
Deine Mitarbeiter nutzen schon jetzt KI, oft in privaten Accounts, wo niemand sieht, was da reinkopiert wird. Mit EuroWork bekommst du dieselbe KI-Hilfe an einem Ort, an dem du die Kontrolle hast: sensible Daten werden abgefangen, bevor sie rausgehen, die Verarbeitung bleibt in der EU, jede Antwort zeigt dir den Preis an und die Geschäftsführung legt die Regeln fest.
Erfahren Sie, wie EuroWork funktioniert →